Einkaufsführer Kameras Teil 1: Einsteigerklasse bis 500 Euro

Welche ist die beste Kamera für mich?

Nachdem mir kürzlich zum wiederholten Mal Fragen zum Thema „Welche Kamera soll ich mir kaufen?“ und „Welche Objektive brauche ich denn nun?“ oder „Langt nicht doch mein Handy für Urlaubsschnappschüsse?“ untergekommen sind, möchte das einmal zum Anlass nehmen meine ganz persönliche Einschätzung für die jeweiligen Anwendungsbereiche mit Euch zu teilen.

Natürlich kann man eine solche Frage nicht pauschal beantworten. Aus diesem Grund werdet ihr hier in den nächsten Wochen immer wieder Posts finden, die Euch bei der Auswahl der für Euch richtigen Kamera und Objektive für Euren Verwendungszweck helfen werden.

Meine Empfehlungen beziehen sich hier ausschließlich auf die Produkte von Canon. Der Grund dafür liegt nicht darin, dass mich Canon dafür bezahlt, sondern schlicht darin, dass ich mich hier gut auskenne und wir (meine Frau und ich) die Canon-Kameras aus Überzeugung nutzen.

 

Der Mythos Spiegelreflexkamera (SLR)

Wenn man sich als Anfänger mit dem Thema Fotografie auseinandersetzt stellt man schnell fest, dass Profis häufig mit Spiegelreflexkameras fotografieren. Dann sieht man spektakuläre Bilder von Landschaften, Portraits oder sonst etwas und ist erst einmal total geflasht.

Schnell kommt man zu der Erwartungshaltung, dass man durch die Anschaffung einer SLR Kamera ebenfalls solche Aufnahmen zustande bekommt. Lasst Euch gesagt sein: in 99% der Fälle wird das nicht gelingen!

Im Regelfall sind die entstandenen Aufnahmen das Ergebnis langer Übung, eines von langer Hand geplanten Shootings und der professionellen Bildbearbeitung mit Lightroom oder Photoshop.

So nun möchte ich Euch nicht schon im Vorfeld demotivieren oder jegliches Talent absprechen. Ganz im Gegenteil! Jeder kann schöne Fotos machen. Man muss sich nur auf bestimmte Dinge einlassen und auch bereit sein, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Plant Ihr mit Eurer Kamera ausschließlich im Automatik-Modus zu fotografieren, lass es sein und kauft Euch eine günstige Kompaktkamera. Ihr werdet ähnliche Ergebnisse erzielen und mehr Geld im Portmonee behalten.

 

Ich will aber unbedingt eine SLR Kamera!

Alles klar! Dann werfen wir einfach mal einen Blick auf das, was es so braucht um loszulegen.

  1. Eine Kamera (einen Kamerabody), ist klar oder?
  2. Ein Objektiv (hierzu weiter unten mehr)
  3. Eine Speicherkarte

Im Grunde genommen braucht es eigentlich nicht viel mehr als diese drei Dinge. Abhängig vom Einsatzzweck können natürlich noch andere Dinge wie externe Blitzlichter, Stative, Tageslichtlampen, etc. dazu kommen, für den Anfang braucht es das aber nicht!

Welchen Kamerabody ihr Euch nun zulegen solltet hängt in erster Linie vom vorhandenen Budget ab. Aus diesem Grund mache ich Euch hier Vorschläge für drei Budgets:

  • kleines Budget bis max. 500 Euro,
  • mittleres Budger bis max. 1.200 Euro und
  • großes Budget bis max. 3.000 Euro

Wer will, kann ohne Probleme auch wesentlich größere Summen ausgeben (10.000 für Kameraequipment auszugeben ist echt überhaupt kein Problem), das soll aber hier nicht das Thema sein!

Heute geht es um die für Euch richtige Kamera, wenn Euch ein kleines Budget zur Verfügung steht.

Kleines Budget

In der Low Budget Variante sollen also 500 Euro für Kamera, Objektiv und Speicherkarte das absolute Limit sein. Das System soll aber offen für Erweiterungen sein und Euch flexible Möglichkeiten des Aufrüstens geben.

Hier habt ihr zugegeben nicht die ganz große Auswahl. Aus meiner Sicht kommen hier zwei Kameras in Frage: zum einen die Canon EOS 1300D und zum anderen die Canon EOS 100D. Beide Kameras sind sich was die technischen Details angeht ähnlich. Für die 1300D spricht der geringfügig günstigere Preis und das WLAN Modul, mit dem die aufgenommenen Bilder direkt von der Kamera aufs Handy gezogen werden können. Für die 100D spricht hingegen die leicht höhere Geschwindigkeit bei der Aufnahme von Serienaufnahmen (4 Bilder/Sekunde um Vergleich zu 3 Bildern / Sekunde bei der 1300D) sowie die höhere ISO Empfindlichkeit (12.800 zu 6.400). Allerdings sollte man ISO Einstellungen >= 3.200 Bei beiden Kameras meiden.

Meine Empfehlung: greift hier zur EOS 1300D. Wer die Augen ein wenig offen hält findet Angebote in lokalen Technikmärkten für deutlich unter 300 Euro und hat da schon ein Objektiv dabei.

 

So erst einmal genug für heute. Im nächsten Teil geht es dann im Budgets bis max. 1.200 Euro.

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