ISO einfach erklärt

Low ISO

Moin zusammen,
und herzlich willkommen zum dritten Teil der „Einfach erklärt…“ Reihe. Nachdem Ich Euch schon die Belichtungszeit und Blende näher gebracht habe soll es hier jetzt kurz und knapp um die ISO gehen.

Ihr werdet erfahren, was der ISO Wert angibt und wie er sich auf Eure Bilder auswirkt.

 

Nun wisst Ihr sicherlich schon, dass in Abhängigkeit von der Lichtsituation und der eingestellten Blende unterschiedlich viel Licht auf den Kamerasensor fallen kann. Je weniger Licht auf den Sensor fällt, desto größer muss die Lichtempfindlichkeit und somit der ISO Wert sein.

Ihr könnt Euch die ISO Einstellung des Kamera Sensors wie das menschliche Auge vorstellen. Wenn Ihr abends das Licht ausschaltet braucht Ihr ein paar Minuten im in der Dunkelheit etwas sehen zu können. Um den Kamerasensor an das „Sehen bei Dunkelheit zu gewöhnen“ stellt man eben die höher ISO ein.

Auch um extrem kurze Belichtungszeiten (z.B. bei Sportaufnahmen) zu realisieren, kann der Wert erhöht werden.

Beachtet, dass die Bildschärfe und –Qualität mit zunehmendem ISO Wert stark abnehmen können. Stattdessen nimmt das Bildrauschen zu. Nun lässt sich nicht pauschal sagen bis zu welchem Wert Ihr noch sinnvoll fotografieren könnt. Bei APS-C Kameras (auch Crop-Format Kameras genannt) solltet Ihr ISO Werte über 3.200 meiden, wenn Ihr die Bilder auf Leinwand drucken wollt solltet Ihr eher unterhalb von 2.000 bleiben.

Bei den höherwertigen Vollformatkameras wie die Canon EOS 5D IV oder die Nikon D850 stellen selbst Werte von 6.400 oder mehr kein Problem dar.

Im Folgenden habe ich Euch mal ein Bild eingefügt das mit einem sehr niedrigen ISO Wert aufgenommen wurde.

Low ISO
Low ISO

Jetzt simulieren wir einmal das, was ein hoher Wert mit diesem Foto anstellen würde, indem wir Bildrauschen einfügen.

high ISO
high ISO

Und jetzt gehen wir richtig hoch…

very high ISO
very high ISO

Ihr steht, dass die komplette Bildwirkung zerstört wird. Ok, ich gebe zu, um so ein starkes Rauschen auf einem Bild zu haben muss man die Empfindlichkeit schon recht hoch einstellen, das Prinzip wird aber deutlich.

Versucht deshalb Euer Motiv mit einem möglichst geringen ISO Wert abzulichten. So erhaltet Ihr die maximale Bildqualität. Gebt im Zweifel einer längeren Belichtungszeit oder einer weiter geöffneten Blende den Vorzug.

Nun will ich Euch aber nicht unnötig viel Angst vor dem Verstellen der ISO machen! Ein höherer Wert kann auch durchaus zum Bildlook (z.B. bei schwarz/weiß Aufnahmen) beitragen. Zudem könnt ihr eventuell vorhandenes Bildrauschen mit den gänigen Bildbearbeitungsprogrammen wie z.B. Adobe Lightroom oder Photoshop nachträglich reduzieren.

Falls euch dieser Artikel gefallen hat, schaut Euch auch gerne meine anderen „einfach Erklärt…“ Artikel aus dem Blog an.

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